Quellen

Zeitzeugen

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Ich bin der letzte Jude – Chil Rajchmann, Piper Taschenbuch

Mit Chil Rajchmans Bericht aus Treblinka öffnet sich ein Zeitfenster in die Vergangenheit: Verfasst unmittelbar unter dem Eindruck der Erlebnisse, wurde dieser Text erst nach über 60 Jahren wiederentdeckt. Seine Veröffentlichung war eine zeitgeschichtliche Sensation. Rajchman beschreibt die Todesfabrik Treblinka, wie sie unzählige Menschen verschlingt, sie vernichtet. Aber er erzählt auch, wie es 1943 zu jenem Aufstand der Häftlinge kam, an dem er führend beteiligt war. Als einer der wenigen gelingt ihm die Flucht. Er überlebt. Und berichtet für uns, die Nachgeborenen, was er in der Hölle von Treblinka erlebte.

 

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SHOAH – Fimtranskript – Claude Lanzmann, Rororo Taschenbuch

Fast zwölf Jahre hat Claude Lanzmann an dem neuneinhalbstündigen Film «Shoah» gearbeitet. Und er kann, ohne zu übertreiben, sagen: «Mit „Shoah“ habe ich die Zeit besiegt.» Denn wie kein anderes Werk vergegenwärtigt der Film Vergangenheit als Gegenwart. Dieses Buch umfasst den vollständigen Text des bedeutendsten Films über die Vernichtung der europäischen Juden, die eindringlichen Dialoge zwischen Claude Lanzmann, den Tätern, Opfern und Beobachtern – ein Monument der Erinnerungskultur.

Claude Lanzmann, geboren 1925 in Paris, studierte Philosophie und war Lektor an der Freien Universität Berlin. Als Journalist reiste er unter anderem nach China und Korea und engagierte sich gegen den Algerienkrieg. Seine Dokumentarfilme «Pourquoi Israel» (1972) und «Shoah» (1985) machten ihn weltberühmt. Er ist Ehrendoktor der Hebräischen Universität Jerusalem und der European Graduate School. Claude Lanzmann lebt in Paris.

 

Meine Zeit mit Anne Frank – Miep Gies, Fischer Taschenbuch

Miep Gies wurde vor allem bekannt als «die Frau, die Anne Franks Tagebuch gerettet hat». Sie versorgte die Familie Frank in ihrem Hinterhaus-Versteck und ist die letzte Überlebende aus dem Umkreis der Anne Frank. Allein sie vermag noch zu berichten, was damals geschah. Anne Franks Tagebuch und ihr Bericht sind zwei Perspektiven der gemeinsamen Angst, des gleichen Schreckens und der gemeinsamen Hoffnung.

«Ein eindrucksvolles Dokument der Zeitgeschichte entstanden, von dem ich hoffe, dass es möglichst von vielen und vor allem jungen Menschen gelesen wird.»
Richard von Weizsäcker

 

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Transportnummer VIII/ 1 387 hat überlebt – Margot Kleinberger, Piper Taschenbuch

«Als Kind ging ich durch die Hölle. «Wie kann ein Kind den Holocaust überleben? Die 8-jährige Margot verliert ihr Zuhause, ihre Familie wird von den Nazis ermordet und sie selbst in das KZ Theresienstadt deportiert. Doch anders als viele andere Kinder im Lager übersteht sie Hunger, Elend, schwerste Arbeit – und überlebt. Aus diesem Überleben schöpft sie die Kraft, die Vergangenheit nicht ruhen zu lassen, sondern den Nachgeborenen von ihr zu erzählen. Margot Kleinberger weiss: «Ich habe überlebt, damit diese unfassbare Geschichte und die vielen ermordeten Menschen niemals vergessen werden.»

 

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Carl Lutz und die Juden von Budapest, NZZ Libro

Dass in Budapest 1942-45 über 100.000 Juden vor dem Tod in den Gaskammern gerettet werden konnten, ist im wesentlichen das Verdienst des schweizerischen Vizekonsuls Carl Lutz (1895-1975). Seine Ausgangsbasis war die von ihm geleitete Abteilung für Fremde Interessen innerhalb der Schweizer Gesandtschaft. In deren Gebäude fanden – gegen jeden diplomatischen Usus – 4.000 Juden und oppositionelle Ungarn Schutz. Darüber hinaus verteilte Lutz aufgrund der sogenannten Palästina-Einwanderungszertifikate Schutzbriefe an mehrere zehntausend Juden. Die Schutzaktion wurde vom IKRK und anderen neutralen Gesandtschaften unterstützt. Buchstäblich bis zum Tag vor dem Einmarsch der Roten Armee verhandelten die neutralen Diplomaten mit der schwankenden ungarischen Regierung des ‚Reichsverwesers‘ Horthy, mit dem deutschen Gesandten Veesenmayer, mit Eichmann und seinen SS-Schergen.

 

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Pariser Tagebuch 1942–1944 – Hélène Berr, DTV Taschenbuch

April 1942 spricht die 21-jährige Studentin Hélène in ihrem Tagebuch noch von Lebensfreude, einer hoffnungsvollen Liebe, von Musik und Literatur. Zwei Monate später muss sie den Judenstern tragen und notiert von nun an das unglaubliche Unrecht und den grassierenden Antisemitismus. Sie arbeitet für eine geheime Organisation und hilft Angehörigen von bereits internierten Juden. So weiss sie sehr genau um die Lebensgefahr, aber Flucht käme für sie einem Verrat gleich. 1944 wird sie mit ihren Eltern deportiert und stirbt im April 1945 im KZ Bergen-Belsen.

Klappentext:
Was es bedeutet, jung zu sein in unsicherer Zeit: Noch im April 1942 beschreibt die Literaturstudentin Helene in ihrem Tagebuch Paris als Stadt der Lebensfreude. Im Juni bereits muss sie den Judenstern tragen, ihr Vater wird festgenommen, und sie beendet ihre Aufzeichnungen. Als sie das Tagebuch 1943 wiederaufnimmt, legt sie Zeugnis ab vom grassierenden Antisemitismus und von dem Unrecht, das während der deutschen Besatzung geschieht. Helene Berr steht internierten Juden und ihren Angehörigen bei. Sie schwebt in Gefahr, aber sie will nicht fliehen. Patrick Modiano hat Helene Berr mit Simone Weil und Katherine Mansfield verglichen. Ihr Tagebuch gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Shoa in Frankreich.

 

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Eine von so vielen – Das kurze Leben der Marion Samuel 1931-1943 – Götz Aly – Fischer Taschenbuch

Berlin, 1943: Marion Samuel war 11 Jahre alt, als sie deportiert und ermordet wurde. Lange war sie nur ein weiterer von Hunderttausenden von Namen. Doch der Historiker Götz Aly zeigt in seiner bewegenden Spurensuche, dass es auch möglich ist, die Geschichte von scheinbar gesichtslosen Opfern des Holocaust zu erzählen. Ein Buch für das Erinnern und gegen das Vergessen.

 

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Das Dritte Reich und die Juden – 1933-1945
Gekürzte Ausgabe von Orna Kenan, Saul Friedländer – C. H. Beck-Verlag

Diese von Saul Friedländer autorisierte Kurzfassung seines zweibändigen Werkes «Das Dritte Reich und die Juden» hat rund 800 Seiten weniger und bietet auf etwa 500 Seiten eine überschaubare Lektüre. Sie soll einem breiteren Publikum Zugänge zum Thema des Buches eröffnen und idealerweise auch hinführen zum Gesamtwerk. Orna Kenan hat bei ihrer Arbeit mit größter Sorgfalt und Sensibilität darauf geachtet, die einzigartige Erzählstruktur des Originals zu erhalten und seinen Gehalt zu bewahren. So ist eine eigenständige Version entstanden, die einerseits die Vorzüge der großen Darstellung bewahrt und andererseits in kürzerer Form einführt in die Geschichte der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden. «Das Dritte Reich und die Juden 1933-1945» ist eine gekürzte Ausgabe der berühmten Geschichte des Holocaust von Saul Friedländer. Das Werk und sein Autor wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, mit dem Geschwister-Scholl-Preis und mit dem Pulitzer-Preis. Es gilt als eines der historischen Meisterwerke unserer Zeit.

 

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Das denkende Herz der Baracke · Die Tagebücher 1941-1943
von Etty Hillesum · Herder Verlag

Die Tagebücher der holländischen Jüdin Etty Hillesum, Jahrzehnte nach ihrem Tod entdeckt, reichen von März 1941 bis zum September 1943, als sie nach Auschwitz gebracht wurde. Dort wurde sie am 30. November 1943 ermordet, noch keine 30 Jahre alt. Aus ihren Tagebüchern spricht ein tiefer Glaube an das Gute in jedem Menschen und ein existenzielles Ringen mit Gott. Sie sind ein Dokument der Menschlichkeit, das auf der ganzen Welt gelesen wird. Zum 100. Geburtstag jetzt neu in lesefreundlichem Hardcover mit einer Einführung von Christian Feldmann. Er zeichnet ein lebendiges Bild dieser temperamentvollen und tiefgründigen, ganz und gar aussergewöhnlichen Frau.

 

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Dora Bruder – Patrick Modiano – DTV Taschenbuch

Wer war Dora Bruder? Modiano stiess in einer alten Zeitung, dem ›Paris Soir‹ vom 31. Dezember 1941, auf folgende Anzeige: »Gesucht wird ein junges Mädchen, Dora Bruder, 15 Jahre alt, ovales Gesicht, graubraune Augen …« Seit diesem Tag liess ihn das Schicksal des jüdischen Mädchens im Paris unter der deutschen Besatzung nicht mehr los, und er begann ihre Geschichte zu rekonstruieren. Fast zehn Jahre lang hat Modiano Ämter, Polizeipräfekturen, Archive und Antiquariate durchforscht und ist dabei auch einem Teil seiner eigenen Identität nähergekommen.

* Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur 2012

 

Die Texte auf dieser Seite sind den Inhaltshinweisen zu den Büchern des Online-Buchhandels entnommen

Shoah – Gedenken über die Zeit hinaus